Haarausfall

Haarausfall

Im Allgemeinen unterscheidet man Haarausfall in zwei Kategorien, zum einen Effluvium, zum anderen Alopezie (oder auch Alopecia). Der Mensch verliert jeden Tag rund 100 Haare, doch normalerweise wächst das Haar an der gleichen Stelle wieder nach. Wenn das Haar an der gleichen Stelle also wieder nachwächst und das Haupthaar nicht abnimmt, so spricht man hier von Effluvium. Das ist ein ganz natürlicher Vorgang und man braucht sich keine Sorgen zu machen.

Bei Alopezie hingegen ist es ein verstärkter Haarausfall der zu schütterem Kopfhaar oder kahlen Stellen am Kopf führen kann. Glatzen, Halbglatzen und kahle Stellen zwischen dem Kopfhaar sind die Folge. Grob geschätzt leiden in etwa 8 Millionen Deutsche unter Haarausfall.

Je nachdem um welche Form des Haarausfalls es sich handelt, wie weit sie fortgeschritten ist und welche Ursache sie hat, kann man dementsprechend etwas dagegen tun. Schauen wir uns einmal die verschiedenen Behandlungsmtethoden an:

Medikamentöse Behandlung

Nachdem die Ursache des Haarausfalls ermittelt wurde kann man den Haarausfall auf unterschiedliche Weisen behandeln. Manche von ihnen sind oral einzunehmen, andere werden auf die betroffenen Stellen aufgetragen.

Beeinflussung des Hormonstatus

Ein Übermaß an Dihydrotestosteron ist häufig die Ursache von Haarausfall. Für Männer empfiehlt sich ein Medikament, dass die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron bremst. Diese Medikamente darf eine schwangere Frau nicht einnehmen, da die Inhaltsstoffe schlecht für das ungeborene Kind sind. Die Frauen werden dafür mit Antiandrogenen behandelt.

Andere rezeptfreie Medikamente enthalten unter Anderem die Wirkstoffe Cystin und B-Vitamine, die nicht nur dem Haarausfall entgegenwirken, sondern das Wachstum der Haare wieder ankurbelt. Andere Präparate enthalten Biotin, also Vitamin H und Vitamin B7, doch bislang konnte nicht eindeutig nachgewiesen werden, dass Biotin bei Haarausfall hilft.

Im Allgemeinen gilt, dass die Präparate ein Leben lang eingenommen bzw. aufgetragen werden müssen, damit die Wirkung von Dauer ist. Hört man irgendwann plötzlich wieder damit auf, fallen einem die Haare wieder aus. Bei den oben genannten Arzneien tritt eine Besserung allerdings erst nach ungefähr 2 Monaten ein. Bei Präparaten mit Finasterid-Basis dauert es bis zu einer Besserung etwa 6 Monate.

Andere Behandlungsmethoden – Haartransplantation

Neben der medikamentösen Behandlung kann man auch anderweitig gegen Haarausfall vorgehen. Sofern Resthaar vorhanden ist, kann man die kahlen Stellen beispielsweise mit sogenannten MicroHairs kaschieren. Dabei handelt es sich um 0,2 bis 0,4 Millimeter langen Haarfasern, die man auf die dünnen Stellen am Kopf aufträgt und diese bleiben dann eine Weile liegen. Wenn keine Resthaare übrig geblieben sind, dann helfen nur Haarteile und Perücken.

Anderweitig gibt es bei Alopecia areata noch zwei Behandlungsansätze, die mit dem Immunsystem zusammenhängen. Einerseits kann man versuchen das Immunsystem so weit zu schwächen, dass es nicht mehr gegen die Haare kämpft oder man programmiert das Immunsystem so weit um, dass es die Haare nicht mehr abstößt, sondern als Teil des Körpers wieder erkennt.

Wenn das alles nichts hilft, dann bleibt meistens nur noch die Haartransplantation. Dabei handelt es sich um einzelne Haare, kleinste Haarbüschel (auch Grafts genannt) oder Hautstreifen mit Haaren, die man an unwichtigen Stellen entfernt und an kahle Stellen implantiert.

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